Tee und Achtsamkeit

Meditations Garten im Benediktushof in Holzkirchen.  Planung und Ausführung: Inspired by Nature - Om Hellenkamp

Meditations Garten im Benediktushof in Holzkirchen.
Planung und Ausführung: Inspired by Nature - Om Hellenkamp

 

Der Legende zufolge verharrte Bodidharma, der erste Zen Patriarch in tiefster Meditation bis ihn regelmäßig der SCHLAF übermannte.

Um ein für alle Mal dem Schlaf zu entkommen riss er sich die Augenlider aus. Aus seinen zu Boden gefallenen Liedern entstanden die ersten Teepflanzen. Sie hält den Geist frisch und wach, und die Form des Teeblatts erinnert an ein mandelförmiges Augenlied.

Seit dieser Zeit sind Cha und Chan, Zen und Tee untrennbar mit einander verbundenen.

Die Geschichte vom Tee ist erstmal eine Geschichte von Mönchen, Poeten und Rebellen.

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Herausgegriffen aus all den verschiedenen historischen Traditionen Asiens ist der Weg des Tees die Kristallisation und Essenz des kulturellen Lebens Asiens.

Sie wurde in China zum Ritual und in Japan zu einer kunstvollen Choreografie verfeinerter Lebensart.

Als der Tee durch die ersten japanischen Mönche von China nach Japan kam war das Teetrinken nicht nur ein Genussmittel. Man begriff es als von Menschen geschaffenes Instrument um seine Sinne zu schärfen, sich wachzuhalten, und die Methode der Zubereitung wurde ein Werkzeug der Achtsamkeit. 

Der einzigartige Beitrag der Tee Kultur zu dieser Bewusstseinshaltung ist der ganz besondere Umgang, die Wertschätzung und Erhöhung praktischer täglicher Verrichtungen wie das Teetrinken oder das Blumenstecken, in den Dienst eben dieser Bewussheitsarbeit zu stellen. 

„Was ist der Buddha? Trink eine Tasse Tee“

Als Sen No Rikyū im Japan des 15 Jahrhunderts den komplexen Kanon der japanischen Teezeremonie ins Leben rief, brach er mit den alten Traditionen. Er initiierte einen Stil der mit Wabi Sabi umschrieben wird und im Gegensatz zum eher pompösen Stil seiner Vorgänger stand. 

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Das Ideal war absolute Einfachheit und Reduktion die leicht als Armut missverstanden werden konnte. In dieser „Armut“ liegt aber sein Geheimnis verborgen. Diese innere Haltung und seine äußere Form lassen ein psychisches Feld entstehen das uns aufnimmt, uns umsorgt und uns in seiner ganz entspannten Schlichtheit an unsere eigene innere Natur erinnert. Diese Rituale sind uns zugänglich über das Schulen und Erforschen der eigenen Intuition. 

Sie entzieht sich unserer normalen verstandesmäßigen Geistestätigkeit und das ist die eigentliche wirklich gute Botschaft, wie wir meinen...